Die Welt am Draht, das sind Kommentare, Informationen, Gedanken und natürlich News rund um die Welt der Comics und darüber hinaus.
23.12.2004
Frisch aus der Druckerei, Teil 3
(Comic-Neuheiten der Woche)
Auch in der Woche vor Weihnachten kamen nochmal ein paar frische Comics in die Läden, diesmal vorwiegend Lizenzware aus den USA.
HIGHLIGHT DER WOCHE: Auf dem Höhepunkt des Heftchenbooms der Neunziger zeigte Ralf Paul mit "Helden", dass es möglich war, mit einer deutschen Eigenproduktion den erfolgreichen Mainstream-Comics aus den USA inhaltlich und stilistisch nachzueifern. Der Boom ist lange vorbei und die Ideenschmiede Paul&Paul (IPP) musste ihren Schwerpunkt auf Auftragsarbeiten, z.B. für die Werbebranche, verlegen. Die Serie Dorn, die Fortsetzung von "Helden", erscheint seitdem in seeeehr langen Abständen. Knapp zweieinhalb Jahre nach Heft 3 ist jetzt die vierte Ausgabe erhältlich. Andere hätten unter diesen Umständen längst das Handtuch geschmissen, deshalb Respekt für Zähigkeit und Durchhaltevermögen!
Variantcovers ahoi! In den USA ist dieser zweifelhafte Trend in diesem Jahr glorreich zurückgekehrt, hier zu Lande waren Variants zuletzt eigentlich nur noch bei Messespecials und ähnlichen Besonderheiten zu sehen. Nun geht's aber auch hier wieder los. Infinity legt das Crossover Darkness/Incredible Hulk mit zwei verschiedenen Titelbildern auf, das gleiche macht Panini mit der #1 der neuen Batman-Heftserie. Bei beiden ist das Variant im Verhältnis 1:5 zum normalen Cover limitiert und kostet das dreifache. Wer's braucht...
Wie gerade schon erwähnt, es gibt - wieder mal - ein Heft, auf dem Batman #1 steht, denn Panini wechselt zum x-ten Male das Format und bringt Batsie wieder im Heftformat, nachdem zuletzt eine Menge Material in Sammelbänden veröffentlicht wurden. Der Preis liegt bei erfreulich moderaten 5,95 Euro, enthalten sind vier US-Ausgaben aus den Reihen "Batman", "Gotham Knights" und "Detective Comics".
Von Green Arrow hat man seit dem Ende des Runs von Kevin Smith in Deutschland nichts mehr gesehen. Mit dem Paperback Green Arrow: Leben nach dem Tod geht's jetzt weiter. Mit dieser Storyline gab Romanautor Brad Meltzer seinen Einstand bei DC, der 2004 mit der umstrittenen Miniserie "Identity Crisis" Aufsehen erregte. Die gibt's in wenigen Wochen dann auch auf deutsch.
Wem die Sammler-Nachdrucke der uralten Spider-Man-Comics aus den Anfangstagen des Wandkrabblers bisher zu teuer waren, kommt jetzt etwas preiswerter ran: Marvel History: Spider-Man 1 enthält die allerersten Spidey-Geschichten von Stan Lee, Steve Ditko und Jack Kirby.
Und bei Eidalon startet die nächste Serie aus der AmeriManga-Schmiede Antarctic Press: Legacy #1 von Fred Perry (der von "Gold Digger", nicht der mit den Polohemden) erzählt ein Fantasy-Action-Abenteuer aus dem Video- und Rollenspielermilieu.
Alles in allem also nichts wirklich Spektakuläres oder Besonderes in dieser Woche. Jetzt heißt es durchatmen, erholen und auf einen guten Comicjahrgang 2005 hoffen. Fröhliche Weihnachten an alle Leser von Comicgate und Welt am Draht!
posted by Thomas um 20:44 | Permalink
22.12.2004
Präsens Imperfekt
(Deutschland? Find' ich gut.)
Das meint zumindest ein verblüffter Joe Casey, zurzeit Autor von The Intimates, Infantry und Avengers: Earth's Mightiest Heroes, in der neusten Ausgabe der Kolumne "The Basement Tapes" zu seinem Gesprächspartner und Co-Kolumnisten Matt Fraction.
"Letztes Jahr kam bei DC Batman: Tenses heraus, ein Prestige-Format-Zweiteiler aus meiner Feder. Er war leidlich erfolgreich. Die Vorbestellungen waren ordentlich, und zu dem Verkaufspreis hat man damit wohl keine Verluste gemacht. Nach meinem letzten Wissensstand ist er bei DC ausverkauft, also ist er nichtmal mehr zu bekommen (Sammlerausgabe!). Er kam raus während "Hush" seinem Ende zuging und war daher kaum mehr als ein Flackern auf dem Comic-kulturellen Radar. Und ich kann mit ziemlicher Sicherheit garantieren, daß man bei DC nicht im entferntesten plant, das ganze Gerät in einem 128-seitigen Wälzer herauszubringen. Hey, so läuft's eben.
"Vor ein paar Tagen nun sitze ich nun hier in meiner heimischen Hütte, bereit, mich auf das Schreiben der nächsten Ausgabe von Such-dir-was-aus zu stürzen, und da klopft es an die Tür. Eine FedEx-Lieferung von DC Comics. Und was finde ich, als ich das Päckchen aufreiße...? Die deutsche Ausgabe von Batman: Tenses (was, wie ich schnell feststellte, als Batman: Imperfekt übersetzt worden ist. Man stelle sich vor.). Nun schickt mir DC hin und wieder internationale Ausgaben meiner Arbeiten... aber diese macht mich baff, und zwar aus mehreren Gründen.
"Siehst Du... Man hat mir nicht zwei ins Deutsche übersetzte Prestige-Ausgaben geschickt. Man hat mir einen Sammelband geschickt! Oh, und hab' ich erwähnt, daß sie mir obendrein eine scheiß Hardcover-Ausgabe geschickt haben, mit Schutzumschlag und allem drum und dran?! Also denke ich so bei mir selber, "Wie kann es sein daß in Amerika, Batmans Heimatland (!), ein Sammelband außer Frage steht... aber in Deutschland kriegt man nicht nur einen Sammelband, sondern eine wunderbare, hochwertige, gebundene Ausgabe?!"
"Also bitte ich Dich -- als objektiven Beobachter -- mir die möglicherweise zweifelhaften Wirtschaftlichkeiten zu erklären (oder zumindest darüber nachzugrübeln). Es werden sicherlich nicht mehr amerikanische Superheldencomics in Deutschland (oder irgendeiner anderen deutschsprachigen Region) verkauft als in Amerika...! Wie kann es also sein, daß Panini (der europäische Verlag, der die Lizenzen für DC hat) es sich leisten kann, diese Teile herauszubringen? Versteh mich nicht falsch... Gott segne Panini, aber was zur Hölle geht hier vor?!"
Eine berechtigte Frage. Leider hat Matt Fraction auch keine zufriedenstellende Antwort parat die über ein leicht verklärtes "Ey, so läuft das eben in Europa!" hinausgeht. Man darf sich durchaus geschmeichelt fühlen, wenn gestandene Vetreter der US-Branche wie Casey beim Gedanken an die europäische Comicszene feuchte Augen kriegen und aus dem Schwärmen nicht mehr herauskommen.
Andererseits sollte man dabei natürlich nicht vergessen, daß auch wir noch weit davon entfernt sind, ein "gelobtes Land" für Comics zu werden. Und wenn wir besser dran sind als die Amis, dann muß das, nüchtern betrachtet, auch nicht zwangsläufig damit zu tun haben, daß wir so furchtbar toll sind. Es kann auch den schlichten Grund haben, daß die Amis sich einfach nur so grottendoof anstellen, wenn es um die Vermarktung von Comics und die Schaffung eines Nährbodens für vielfältige, qualitative hochwertige und anerkannte Werke geht, daß man selbst aus dem Stand heraus noch bessere Ergebnisse erzielt, wenn man nur erstmal grob die richtige Richtung angepeilt hat.
Aber bitte, ich gebe Mr. Caseys Frage einfach mal weiter: Machen wir in Europa in Sachen Comics wirklich irgendwas grundlegend besser, als es unsere amerikanischen Freunde auf der anderen Seite des großen Teiches tun? Und wenn ja, was genau ist es, bitteschön...? Wo liegt der entscheidende Knackpunkt?
posted by Marc-Oliver Frisch um 17:39 | Permalink
17.12.2004
Frisch aus der Druckerei, Teil 2
(Comic-Neuheiten der Woche)
Okay, nachdem das ein paar Leuten in der letzten Woche gut gefallen hat, werde ich versuchen, hier bis auf weiteres regelmäßig jede Woche einen Überblick über die interessantesten deutschen Neuerscheinungen zu bieten. Basis ist wieder die Novitäten-Liste der Sammlerecke. Fällt noch jemandem eine hübsche Überschrift für diese Rubrik ein?
HIGHLIGHT DER WOCHE: Wie lautet eigentlich der Plural von Ära? Denn mit Bone #20 enden gleich mehrere... Ären? Ärata? Zum einen ist hiermit Jeff Smiths wunderbares Fantasy-Epos auch in Deutschland abgeschlossen, zum anderen bedeutet der Band auch einen Abschied des Carlsen Verlags, der wohl so schnell keine US-Serie mehr auf deutsch bringen wird. Ich zolle Carlsen jedenfalls Respekt dafür, dass dieses Projekt über zehn Jahre durchgezogen wurde, obwohl sich die Verlagspolitik in all den Jahren mehr als einmal verändert hat. Zur Feier des Tages bringt Carlsen dazu auch noch eine kleine Bone-PVC-Figur auf den Markt.
Aus dem Hause comicplus+ kommt die Eigenproduktion Die Tote von St. Michaelis, geschrieben vom Urgestein Eckart Sackmann und gezeichnet von Ivo Kircheis. Beide leben in Hildesheim und siedeln dort auch ihre Geschichte an, die in den letzten Tagen des 2. Weltkriegs spielt.
Ein weiteres Sackmann-Projekt ist das Jahrbuch Deutsche Comicforschung 2005, das Aufsätze diverser Autoren enthält und künftig jährlich erscheinen soll. Behandelt werden Themen aus der deutschen Comic-Historie.
CrossCult bringt mit "Sieger Wurm" den inzwischen sechsten Band der Hellboy-Reihe auf den Markt. Dass der Verlag, der extra für die deutsche Hellboy-Veröffentlichung gegründet wurde, die Comics im verkleinerten Format und "nur" in schwarz-weiß druckt, muss nicht jedem gefallen. Aber mit seiner extrem liebevollen Aufmachung hat CrossCult Maßstäbe gesetzt (siehe auch die aktuelle Kri-Ticker-Rezension). Fürs nächste Jahr ist übrigens eine Neuauflage von Frank Millers "Sin City" im gleichen Format geplant.
Bosnian Flat Dog (Reprodukt) hat ein gruseliges Cover, aber das war sicher Absicht, und der Inhalt klingt höchst interessant: in einem "Mix aus Facts und Fiction" (Pressetext) verarbeiten die Schweden Max Andersson und Lars Sjunnesson Eindrücke von einer Reise nach Bosnien. Featuring die gefrorene Mumie von Tito.
Goldene Zeiten für Fans der Mangas von You Higuri: letzten Monat erschien "Ludwig II #1" bei Planet Manga, jetzt kommt bei Carlsen Cantarella #6, das in Italien zur Zeit der Renaissance spielt, und der erste Teil von Gorgeous Carat (androgyne Jungs in Paris zu Beginn des 20. Jahrhunderts). Europäische Geschichte durch die japanische Brille, garniert mit Shonen-Ai-Elementen - ein neuer Trend?
posted by Thomas um 13:59 | Permalink
10.12.2004
Frisch aus der Druckerei
(Comic-Neuheiten der Woche)
Dieses Posting ist ein Experiment. Angedacht ist ein kurzer, persönlich gefärbter Überblick über die aktuellen Novitäten im (deutschsprachigen) Comichandel. Also: was ist grade neu rausgekommen und was davon ist besonders interessant? Da ich keine verbindlich "richtige" Liste von Neuerscheinungen sämtlicher Verlage kenne, bin ich dazu auf die Neuheitenlisten diverser Comichändler angewiesen. Als brauchbar erscheint mir die Liste der Sammlerecke, die ich hier mal als Basis genommen habe.
Geboten wird hier kein vollständiger Überblick, sondern eine subjektive Auswahl, wobei natürlich eine #1 oder eine neue Graphic Novel eher hier stehen werden, als z.B. Digimon #79. Achja, und nochwas: obwohl ich keine Ahnung von Manga habe, will ich sie dennoch nicht vollständig unerwähnt lassen, denn Manga sind Comics, da kann man noch so oft das Gegenteil behaupten.
Los geht's:
Highlight der Woche: "Wir können ja Freunde bleiben" war einer der schönsten, witzigsten und tollsten Comics des letzten Jahres. Sein Schöpfer Mawil durfte dafür eine Reihe von Auszeichnungen einheimsen und verkauft hat sich das Ding auch noch. Nun steht endlich Mawils neues Werk im Laden: Die Band (Reprodukt) erzählt, auch wieder autobiographisch, wie das so ist, wenn junge Menschen eine Rockband gründen. Beziehungsweise, wie man damals erfolglos versucht hat, ein Star zu werden, als es noch keine Castingshows gab.
Ebenfalls bei Reprodukt: Band 1 von Elke Steiners Die anderen Mendelssohns, ein Projekt in Zusammenarbeit mit den Jüdischen Kulturtagen und der Jüdischen Volkshochschule Berlin. Ein biographischer (ohne "auto"!) Comic, der die Lebensläufe der "schwarzen Schafe" der berühmten Mendelssohn-Dynastie beleuchtet.
Nach kulturell Anspruchsvollem nun in trashige Gefilde: die Comics von Weissblech sind Pulp und wollen auch gar nichts anderes sein. Dass man sowas auch an Bahnhofskiosken findet, dafür sorgt Hammerharte Horrorschocker mit dem inzwischen vierten Heft.
Bei Ehapa hat man die Zielgruppe "Soldaten und solche, die es werden wollen" entdeckt: Klappspaten #1 von Ex-Zeitsoldat Thomas Balzen veralbert die Bundeswehr. Liebe Rekruten in Coesfeld, falls ihr das kauft, lasst euch nicht erwischen. Wer weiß, ob eure Ausbilder Humor haben.
Die Kollegen von EMA starten drei neue Manga-Reihen:
Clamp's Wonder World feiert in eine Heftreihe das 15jährige Bestehen des Studios CLAMP. Als Gimmick gibt's in jedem Heft 'ne Schachfigur dazu. Und ich dachte, die Otakus spielen alle Go?
Mon-Star Attack ist eine deutsche Eigenproduktion des Duos mit dem Namen DuO, deren Episoden bisher in "Manga Twister" zu lesen waren. Laut EMA handelt es sich um eine "abgedrehte Space-Comedy". Der Hase, der wohl der Hauptbösewicht der Serie ist, den find ich so richtig knuffig.
Außerdem startet EMA noch xxxHolic. Klingt total versaut, ist aber nur ein dämonisches Crossover aus dem Hause CLAMP.
Frischgepresste Superhelden gibt's natürlich auch noch: Panini packt 13 Ausgaben von "Detective Comics" in die Batman Monster Edition #2, darunter etliche, die von Ed Brubaker geschrieben wurden. Man munkelt, dass diese zu den besten Batman-Geschichten der letzten Jahre gehören.
Seid ihr noch da? Gut, dann dürft ihr nämlich jetzt die Kommentar-Funktion nutzen und schreiben, ob ihr einen Überblick wie diesen künftig regelmäßig lesen wollt oder ob ich mir die Mühe lieber sparen soll.
posted by Thomas um 15:00 | Permalink
02.12.2004
Comic-Workshop mit Zwerchfell-Zeichnern
(lernen von Profis)
Naomi Fearn (Zuckerfisch, Dirt Girl) und Stefan Dinter (Die kleinen Mutterficker) veranstalten im Januar in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Stuttgart und der Staatsgalerie einen Comic-Workshop, sowohl für Zeichner als auch für Autoren.
Den Pressetext dazu gibt's weiter unten, jetzt erst noch was Interesssantes für erfahrenere Künstler: es werden noch Zeichner gesucht, die die beiden beim Workshop unterstützen. Ihr müsst keine Profis sein, solltet aber schon etwas Ahnung von Comics haben und ein paar Arbeitsproben vorweisen können. Wenn Ihr Lust habt, Naomi und Stefan kennenzulernen und anderen Comicinteressierten etwas beizubringen oder einfach erstmal weitere Informationen haben wollt, dann meldet Euch bei mir unter frauke@comicgate.de Ich leite die mail dann an Stefan Dinter weiter.
Hier der Pressetext zum Workshop:
"Naomi Fearn und Stefan Dinter geben einen Comic-Story-Workshop
Mit lyrikerprobten Jungdichtern der Literaturhaus-Theaterwerkstätten und künstlerisch versierten Jung-Comic-Zeichnern stellen Naomi Fearn und Stefan Dinter ein Projekt auf die Beine, das zur Finissage der Ausstellung "Funny Cuts" in der Staatsgalerie vorgestellt werden soll.
Viele junge Zeichner haben zwar Talent und würden gerne ihren ersten Achtundvierzig-Seiten-Comic zeichnen, leider fällt ihnen aber oft nicht ein, über was.
Die jungen Leute in den Schreibwerkstätten des Literaturhauses haben bereits das Rüstzeug, um Geschichten, die ihnen unter den Nägeln brennen, auf's Papier zu bannen. Aber in unserem Falle ist es für sie nicht mit der direkten Umsetzung aufs Papier getan: die Geschichte soll als Comic erscheinen.
Was aber, wenn unser junger Literat entweder selbst nicht zeichnen kann, oder aber nicht weiß, wie man eine Geschichte für das Panelformat umsetzt?
Hier setzt der Workshop an:
Am ersten Workshoptag werden grundlegende Fragen geklärt:
1) Stoff: Welche Geschichten eignen sich für Comics, welche eher weniger?
2) Format: Wie viel Seiten Story übersetzt zu wie viel Comic? Hierbei wird auch auf die bestehenden Comicstilrichtungen eingegangen, um sich einen Überblick zu verschaffen, welche Erzählweisen und -geschwindigkeiten es gibt.
3) Arbeitsaufteilung : Wie viel darf und muss der Zeichner in die Story reinreden, und kann der Autor verlangen, daß er die 2000 Zebras zeichnet, die in einer bestimmten Szene nötig sind?
4) Technik: Ist die Story da, wird ein Comicscript geschrieben. Was ist es und wie sieht es aus?
Der Workshop beginnt am 09.01.05 mit einer exklusiven Führung der Kursteilnehmer durch die Ausstellung "Funny Cuts".
Am 10.01.05, dem ersten Workshoptag, sollen die Teilnehmer, basierend auf den Eindrücken der Ausstellung, Geschichten entwickeln, die sie gerne als Comic bearbeiten möchten. Wer Comics zeichnen möchte, sollte einige Zeichenproben mitbringen. Die Texte und Zeichnungen werden gesichtet und dann Teams von Textern und Zeichnern gebildet.
Falls eine Geschichte noch umgeschrieben werden sollte - oder jemandem eine bessere einfällt ? kann sie beim nächsten Teil des Workshops vorgelegt werden.
Der nächste Workshop ist zwei Wochen später:
Am ersten Tag setzen sich die Teams zusammen und gehen ihre jeweilige Geschichte durch. Man überlegt, in welchem Stil sie umgesetzt werden soll, ob sie gekürzt werden muss, wo der
Schwerpunkt liegen soll, bis Autor(en) und Zeichner sich einig sind.
Dann wird ein Storyboard der Geschichte skizziert und ein Comicscript geschrieben, so daß am Ende des zweiten Tages der Zeichner im besten Falle bereits eine Story in Grundzügen als Bleistiftversion vorliegen hat, die dann im Laufe der nächsten Wochen fertig gestellt und im
Literaturhaus bis spätestens 01. März abgegeben wird.
Aus den Geschichten wird ein Comicsammelband im Heftformat erscheinen, das mit einer Ausstellung der Originale bei der Finissage in der Staatsgalerie vorgestellt wird."
posted by Frauke um 10:30 | Permalink

